Impulse

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen gerne in Audios oder Geschichten zum einen Impulse geben, die mir bis heute wesentliche Bausteine sind. 
Zum anderen Fragen beantworten die mir langjährige Gäste stellten.
 Wie z.B. wozu ich nochmals 3 Jahre die Praxis fast ganz schloss und mir diesen Weg "antat". Ich möchte Ihnen etwas von meiner Geschichte und meiner Person schenken, dass Sie lesen oder hören können wann immer sie denken "es macht doch alles keinen Sinn". 
 Herzensliebst Claudia 

Geh...danken

Link zum Video: 

https://youtu.be/IhvjmYxrTV4

Vom Fischer und seiner Frau

(Gebrüder Grimm)

Es war einmal ein Fischer und seine Frau, die wohnten zusammen in einer kleinen Fischerhütte, dicht an der See, und der Fischer ging alle Tage hin und angelte; und er angelte und angelte. 


So saß er auch einmal mit seiner Angel und sah immer in das klare Wasser hinein; und so saß er nun und saß. 

Da ging die Angel auf den Grund, tief hinunter, und als er sie heraufholte, da holte er einen großen Butt heraus. Da sagte der Butt zu ihm: "Hör mal, Fischer, ich bitte dich, laß mich leben, ich bin gar kein richtiger Butt, ich bin ein verwünschter Prinz. Was hilft dir's, wenn du mich totmachst? Ich würde dir doch nicht recht schmecken; setz mich wieder ins Wasser und laß mich schwimmen!" "Nun", sagte der Mann, "du brauchst nicht so viele Worte zu machen; einen Butt, der sprechen kann, werde ich doch wohl schwimmen lassen." Damit setzte er ihn wieder in das klare Wasser; da ging der Butt auf den Grund und ließ einen langen Streifen Blut hinter sich. Da stand der Fischer auf und ging zu seiner Frau in die kleine Hütte. 

"Mann", sagte die Frau, "hast du heute nichts gefangen?" "Nein", sagte der Mann, "ich fing einen Butt, der sagte, er wäre ein verwunschener Prinz, da hab ich ihn wieder schwimmen lassen." "Hast du dir denn nichts gewünscht?" sagte die Frau. "Nein", sagte der Mann, "was sollt ich mir denn wünschen?" "Ach", sagte die Frau, "das ist doch bös, immer hier in dem Hüttchen zu wohnen, das stinkt und ist so eklig; du hättest uns doch ein kleines Häuschen wünschen können. Geh noch mal hin und ruf ihn! Sag ihm, wir wollten ein kleines Häuschen haben, er tut das gewiß." "Ach", sagte der Mann, "was soll ich da noch mal hingehen?" "I", sagte die Frau, "du hattest ihn doch gefangen und hast ihn wieder schwimmen lassen, er tut das gewiß. Geh gleich hin!" Der Mann wollte noch nicht recht, wollte aber auch seiner Frau nicht zuwiderhandeln und ging hin an die See. 

Als er dorthin kam, war die See ganz grün und gelb und gar nicht mehr so klar. So stellte er sich hin und sagte:

"Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will."

Da kam der Butt angeschwommen und sagte: "Na, was will sie denn?" "Ach", sagte der Mann, "ich hab dich doch gefangen gehabt; nun sagt meine Frau, ich hätt mir doch was wünschen sollen. Sie mag nicht mehr in ihrer Hütte wohnen, sie will gern ein kleines Häuschen." "Geh nur hin", sagte der Butt, "sie hat es schon." 

Da ging der Mann hin, und seine Frau saß nicht mehr in dem Fischerhüttchen; an seiner Stelle stand jetzt ein kleines Häuschen, und seine Frau saß vor der Türe auf einer Bank. Da nahm ihn seine Frau bei der Hand und sagte zu ihm: "Komm nur herein, sieh, nun ist das doch viel besser!" Da gingen sie hinein, und in dem Häuschen war ein kleiner Vorplatz und eine kleine, allerliebste Stube und Kammer, wo jedem sein Bett stand, und Küche und Speisekammer, alles aufs beste mit Gerätschaften versehen und aufs schönste aufgestellt, Zinnzeug und Messing, was eben so dazu gehört. Und dahinter war auch ein kleiner Hof mit Hühnern und Enten und ein kleiner Garten mit Grünzeug und Obst. "Sieh", sagte die Frau, "ist das nicht nett?" "Ja", sagte der Mann, "so soll es bleiben; nun wollen wir recht vergnügt leben." "Das wollen wir uns bedenken", sagte die Frau. Dann aßen sie etwas und gingen zu Bett. 

So ging das wohl nun acht oder vierzehn Tage; da sagte die Frau: "Hör, Mann, das Häuschen ist auch gar zu eng, und der Hof und der Garten ist so klein; der Butt hätt uns auch wohl ein größeres Haus schenken können. Ich möchte wohl in einem großen, steinernen Schloß wohnen. Geh hin zum Butt, er soll uns ein Schloß schenken!" "Ach, wir in einem Schlosse wohnen?" "I was", sagte die Frau, "geh du nur hin, der Butt kann das schon tun!" "Nein, Frau", sagte der Mann, "der Butt hat uns erst das Häuschen gegeben; ich mag nun nicht gleich wiederkommen, den Butt könnte das verdrießen." "Geh doch", sagte die Frau, "er kann das recht gut und tut es auch gern; geh du nur hin!" 

Dem Mann war sein Herz so schwer, und er wollte nicht; er sagte zu sich selber: "Das ist nicht recht" - aber ging doch hin. 

Als er an die See kam, war das Wasser ganz violett und dunkelblau und grau und dick und gar nicht mehr so grün und gelb; doch war es noch still. Da stellte er sich nun hin und sagte:

"Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will."

"Na, was will sie denn?" sagte der Butt. "Ach", sagte der Mann halb bedrückt, "sie will in einem großen, steinernen Schloß wohnen." 

"Geh nur hin, sie steht vor der Tür", sagte der Butt. 

Da ging der Mann hin und dachte, er wollte nach Haus gehen; als er aber dahin kam, da stand dort ein großer, steinerner Palast, und seine Frau stand oben auf der Treppe und wollte hineingehen; da nahm sie ihn bei der Hand und sagte: "Komm mal herein!" Damit ging er mit ihr hinein, und in dem Schloß war eine große Diele mit einem Estrich aus Marmelstein, und da waren so viele Bediente, die rissen die großen Türen auf; und die Wände waren alle blank und mit schönen Tapeten, und in den Zimmern lauter goldene Stühle und Tische, und kristallene Kronenleuchter hingen von der Decke, und alle Stuben und Kammern waren mit Fußdecken belegt; und das Essen und der allerbeste Wein stand auf den Tischen, als ob sie brechen wollten. Und hinter dem Hause war auch ein großer Hof mit einem Pferde- und Kuhstall und Kutschwagen - alles vom Besten; auch war da ein großer herrlicher Garten mit den schönsten Blumen und seinen Obstbäumen und ein herrlicher Park, wohl eine halbe Meile lang; da waren Hirsche und Rehe und Hasen drin und alles, was man sich nur immer wünschen mochte. "Na", sagte die Frau, "ist das nun nicht schön?" "Ach ja", sagte der Mann, "so soll es auch bleiben; nun wollen wir auch in dem schönen Schloß wohnen und zufrieden sein." "Das wollen wir uns bedenken", sagte die Frau, "und wollen es beschlafen." Darauf gingen sie zu Bett. 

Am andern Morgen wachte die Frau zuerst auf, es war eben Tag geworden, und sah von ihrem Bett aus das herrliche Land vor sich liegen. Der Mann dehnte und reckte sich noch, da stieß sie ihn mit dem Ellenbogen in die Seite und sagte: "Mann steh auf und guck mal aus dem Fenster! Sieh, könnten wir nicht König werden über das ganze Land? Geh hin zum Butt, wir wollen König sein!" "Ach, Frau", sagte der Mann, "warum wollen wir König sein? Ich mag nicht König sein." "Nun", sagte die Frau, "willst du nicht König sein, so will ich König sein. Geh hin zum Butt, ich will König sein!" "Ach, Frau", sagte der Mann, "was willst du König sein? Das mag ich ihm nicht sagen." "Warum nicht?" sagte die Frau, "geh augenblicklich hin, ich muß König sein!" Da ging der Mann hin und war ganz bedrückt, daß seine Frau König werden wollte. Das ist und ist nicht recht, dachte der Mann. Er wollte nicht hingehen, ging aber doch hin. 

Und als er an die See kam, da war die See ganz schwarzgrau, und das Wasser quoll so von unten herauf und stank auch ganz faul. Da stellte er sich hin und sagte:

"Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will."

"Na, was will sie denn?" sagte der Butt. "Ach", sagte der Mann, "sie will König werden." "Geh nur hin, sie ist es schon", sagte der Butt. Da ging der Mann hin, und als er nach dem Palast kam, da war das Schloß viel größer geworden, mit einem großen Turm und herrlichem Zierat daran; und die Schildwacht stand vor dem Tor, und da waren so viele Soldaten und Pauken und Trompeten. Und als er in das Haus kam, da war alles von purem Marmelstein und Gold und samtne Decken mit großen, goldenen Quasten. Da gingen die Türen von dem Saal auf, wo der ganze Hofstaat war, und seine Frau saß auf einem hohen Thron von Gold und Diamanten und hatte eine große, goldene Krone auf und den Zepter in der Hand von purem Gold und Edelstein. Und auf beiden Seiten von ihr standen sechs Jungfern in einer Reihe, immer eine einen Kopf kleiner als die andere. Da stellte er sich nun hin und sagte: "Ach, Frau, bist du nun König?" "Ja", sagte die Frau, "nun bin ich König." Da stand er nun und sah sie an, und als er sie nun eine Zeitlang so angesehen hatte, sagte er: "Ach, Frau, was steht dir das gut, daß du König bist. Nun wollen wir uns auch nichts mehr wünschen." "Nein, Mann", sagte die Frau und war ganz unruhig, "mir wird schon Zeit und Weile lang, ich kann das nicht mehr aushalten. Geh hin zum Butt; König bin ich, nun muß ich auch Kaiser werden!" "Ach, Frau", sagte der Mann, "warum willst du Kaiser werden?" "Mann", sagte sie, "geh zum Butt, ich will Kaiser sein!" "Ach, Frau", sagte der Mann, "Kaiser kann er nicht machen, ich mag dem Butt das nicht sagen; Kaiser ist nur einmal im Reich; Kaiser kann der Butt nicht machen; das kann und kann er nicht!" 

"Was", sagte die Frau, "ich bin König, und du bist doch mein Mann; willst du gleich hingehn? Gleich geh hin! Kann er Könige machen, so kann er auch Kaiser machen; ich will und will Kaiser sein; gleich geh hin!" Da mußte er hingehn. Als der Mann aber hinging, war ihm ganz bang; und als er so ging, dachte er bei sich: Das geht und geht nicht gut: Kaiser ist zu ausverschämt, der Butt wird am Ende müde. 

Indes kam er an die See. Da war die See noch ganz schwarz und dick und fing an, so von unten herauf zu schäumen, daß sie Blasen warf, und es ging so ein Wirbelwind über die See hin, daß sie sich nur so drehte. Und den Mann ergriff ein Grauen. Da stand er nun und sagte:

"Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will."

"Na, was will sie denn?" sagte der Butt. "Ach, Butt", sagte er, "meine Frau will Kaiser werden." "Geh nur hin", sagte der Butt, "sie ist es schon." Da ging der Mann hin, und als er ankam, da war das ganze Schloß von poliertem Marmelstein mit Figuren aus Alabaster und goldenen Zieraten. Vor der Tür marschierten die Soldaten, und sie bliesen Trompeten und schlugen Pauken und Trommeln. Aber in dem Hause, da gingen die Barone und Grafen und Herzöge grad so, als ob sie Diener wären, herum; die machten ihm die Türen auf, die von lauter Gold waren. Und als er hereinkam, da saß seine Frau auf einem Thron, der war von einem Stück Gold und war wohl zwei Meilen hoch; und sie hatte eine große, goldene Krone auf, die war drei Ellen hoch und mit Brillanten und Karfunkelsteinen besetzt. In der einen Hand hatte sie den Zepter und in der anderen den Reichsapfel, und auf beiden Seiten neben ihr, da standen die Trabanten so in zwei Reihen, immer einer kleiner als der andere, von dem allergrößten Riesen, der war zwei Meilen hoch, bis zu dem allerwinzigsten Zwerg, der war so groß wie mein kleiner Finger. Und vor ihr standen so viele Fürsten und Herzöge. Da ging nun der Mann hin und stand zwischen ihnen und sagte: "Frau, bist du nun Kaiser?" "Ja", sagte sie, "ich bin Kaiser." Da stellte er sich nun hin und besah sie sich so recht; und als er sie so eine Zeitlang angesehen hatte, da sagte er: "Ach, Frau, wie steht dir das schön, daß du Kaiser bist!" "Mann", sagte sie, "was stehst du da? Ich bin nun Kaiser; nun will ich aber auch Papst werden, geh hin zum Butt!" "Ach, Frau", sagte der Mann, "was willst du denn nicht noch alles werden?" Papst kannst du nicht werden; den Papst gibt's doch nur einmal in der Christenheit - das kann er doch nicht machen." "Mann", sagte sie, "ich will Papst werden, geh gleich hin, ich muß heut noch Papst werden!" "Nein, Frau", sagte der Mann, "das mag ich ihm nicht sagen, das geht nicht gut aus, das ist zuviel verlangt, zum Papst kann dich der Butt nicht machen." "Mann, schwatz kein dummes Zeug!" sagte die Frau, "kann er Kaiser machen, so kann er auch Päpste machen. Geh sofort hin! Ich bin Kaiser, und du bist doch mein Mann - willst du wohl hingehen?" Da wurde ihm ganz bang zumute, und er ging hin. Ihm war aber ganz flau, er zitterte und bebte, und die Knie und Waden schlotterten ihm. Und da strich so ein Wind über das Land, und die Wolken flogen, und es wurde so düster wie gegen den Abend zu; die Blätter wehten von den Bäumen, und das Wasser ging hoch und brauste so, als ob es kochte, und platschte an das Ufer, und in der Ferne sah er die Schiffe, die gaben Notschüsse ab und tanzten und sprangen auf den Wogen. Doch der Himmel war in der Mitte noch so ein bißchen blau, aber an der Seite, da zog es so recht rot auf wie ein schweres Gewitter. Da ging er ganz verzagt hin und stand da in seiner Angst und sagte:

"Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will."

"Na, was will sie denn?" sagte der Butt. "Ach", sagte der Mann, "sie will Papst werden." "Geh nur hin, sie ist es schon", sagte der Butt. 

Da ging er hin, und als er ankam, da war da wie eine große Kirche, von lauter Palästen umgeben. Da drängte er sich durch das Volk; inwendig war aber alles mit tausend und aber tausend Lichtern erleuchtet, und seine Frau war ganz in Gold gekleidet und saß auf einem noch viel höheren Thron und hatte drei große, goldene Kronen auf, und um sie herum, da war so viel geistlicher Staat, und zu beiden Seiten von ihr, da standen zwei Reihen Lichter, das größte so dick und groß wie der allergrößte Turm, bis zu dem allerkleinsten Küchenlicht. Und all die Kaiser und Könige, die lagen vor ihr auf den Knien und küßten ihr den Pantoffel. "Frau", sagte der Mann und sah sie so recht an, "bist du nun Papst?" "Ja", sagte sie, "ich bin Papst." Da ging er hin und sah sie recht an, und da war ihm, als ob er in die helle Sonne sähe. Als er sie so eine Zeitlang angesehen hatte, sagte er: "Ach, Frau, wie gut steht dir das, daß du Papst bist!" Sie saß aber ganz steif wie ein Baum und rührte und regte sich nicht. Da sagte er: "Frau, nun sein zufrieden, daß du Papst bist! Nun kannst du doch nichts mehr werden." "Das will ich mir bedenken", sagte die Frau. Damit gingen sie beide zu Bett; aber sie war nicht zufrieden, und die Gier ließ sie nicht schlafen, sie dachte immer, was sie noch werden könnte. 

Der Mann schlief gut und fest, er hatte am Tag viel laufen müssen; die Frau aber konnte nicht einschlafen und warf sich die ganze Nacht von einer Seite auf die andere und dachte immer drüber nach, was sie wohl noch werden könnte, und konnte sich doch auf nichts mehr besinnen. Indessen wollte die Sonne aufgehen, und als sie das Morgenrot sah, setzte sie sich aufrecht im Bett hin und sah starr da hinein. Und als sie aus dem Fenster die Sonne so heraufkommen sah: "Ha", dachte sie, "kann ich nicht auch die Sonne und den Mond aufgehen lassen?" "Mann", sagte sie und stieß ihn mit dem Ellenbogen in die Rippen, "wach auf, geh hin zum Butt, ich will werden wie der liebe Gott!" Der Mann war noch ganz schlaftrunken, aber er erschrak so, daß er aus dem Bett fiel. Er meinte, er hätte sich verhört und rieb sich die Augen aus und sagte: "Ach, Frau, was sagst du?" "Mann", sagte sie, "wenn ich nicht die Sonne und den Mond kann aufgehen lassen - das kann ich nicht aushalten, und ich habe dann keine ruhige Stunde mehr, daß ich sie nicht selbst kann aufgehen lassen." Dabei sah sie ihn ganz böse an, daß ihn ein Schauder überlief. "Gleich geh hin; ich will werden wie der liebe Gott!" "Ach, Frau", sagte der Mann und fiel vor ihr auf die Knie, "das kann der Butt nicht. Kaiser und Papst kann er machen; ich bitte dich, geh in dich und bleibe Papst!" Da kam die Bosheit über sie; die Haare flogen ihr so wild um den Kopf, und sie schrie: "Ich halte das nicht aus! Und ich halte das nicht länger aus; willst du hingehen?" Da zog er sich die Hosen an und lief davon wie unsinnig. 

Draußen aber ging der Sturm und brauste, daß er kaum auf den Füßen stehen konnte. Die Häuser und die Bäume wurden umgeweht, und die Berge bebten, und die Felsenstücke rollten in die See, und der Himmel war ganz pechschwarz, und es donnerte und blitzte, und die See ging in so hohen schwarzen Wogen wie Kirchtürme und Berge, und oben hatten sie alle eine weiße Schaumkrone. Da schrie er, und er konnte sein eigenes Wort nicht hören:

"Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
mine Fru, de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will."

"Na, was will sie denn?" sagte der Butt. "Ach", sagte er, "sie will werden wie der liebe Gott." "Geh nur hin, sie sitzt schon wieder in der Fischerhütte." 

Da sitzen sie noch bis auf den heutigen Tag.




Vor sehr langer Zeit bekam ich als Antwort auf mein tiefes triefendes Selbstmitleid genau jenes Zitat und es begleitet mich bis heute.
 Sicher viele Dinge in meinem Leben waren grenz wertig und oft weit mehr als das, aber eine bessere Antwort hätte mir mein damaliger Wegbegleiter und Mentor nicht geben können. Er gab es mir mit den Worten " Wenn du zu lange in den Abgrund schaust- wirst du der Abgrund!"
 Es gibt Zeiten für Trost und es gibt Zeiten sehr harte Lektionen zu beweinen..............und es gibt Zeiten den sehr schmalen Grad des "dort Hängenbleibens" zu überwinden.

Sekundenglück

……..der Titel von diesem Lied sagt so ziemlich alles- der Text trifft das was ich sagen möchte.
Thüringen hat für mich so viele Gesichter, Gefühle und Emotionen, dass ich nur in Sekunden aufteilen kann.
Von maximaler Trauer bis zu tränenreicher Freude……. Ja!..... weinen vor Freude… meine ich.

Es ist ein Emotionssturm von tiefem schwarzem Dunkel von abgelehnt werden bis hin zu einer Tiefe an Wertschätzung und Liebe die in wenige Tage gepresst sind so, dass ich nur Sekunde für Sekunde mitkomme dies zu leben.

Ihr habt mich bekocht, gebacken, gezaubert, verschönt, massiert mich gehalten und geweint, das ich wieder gehe und dies gleich in den ersten Stunden- was mir zeigt, wie gern ich gesehen bin………… Danke!

Euch Gedanken gemacht in jedem Detail……………… ich kann dieses Wort nicht finden was dieses Gefühl in mir ausdrücken kann- ihr kommt weit angereist, schlaft wenig und habt im Gepäck Dinge die lachen und weinen machen- die Sahne und den Mixer, die Suppe samt Topf und selbst gebackenem………………………… diese wunderbaren Bilder und eine Organisation die einfach nur läuft.

Kellner in Rudolstadt erzählen mir…. nach 20 Monaten die ich nicht da ….war- als erstes was ich esse wenn ich da bin- ich hab gestaunt und gelacht- „ wir wissen was sie immer essen, wir kennen sie und ihr essen“

So wie so lustige Geschichten, wenn mein Mann – mich bzw. uns alle sucht von Restaurant zu Restaurant- ( ja Thüringen hat zuweilen kein Telefon netzt und Wlan auch nicht…………..lach) und er an der Tür schon hören darf „ihre Frau ist nicht hier!“

Ich durfte lernen das all dies mir passiert weil ich gemocht werde- das dauerte am längsten zu verstehen.

Ihr bringt Ballons zum steigen lassen für meinen Schmerz, Umarmungen die so unendlich tief und echt sind und so viele Dinge die zeigen das ihr euch lange vor meinem Besuch Gedanken macht- ihr wisst was ich mag und was nicht…….. und dies ist eben ganz und gar nicht selbstverständlich.

Und auf den Dingen die ihr extra herstellt- von Honig, Nudeln bis Rosenwasser leben Bilder und Zettel auf denen steht „ mit Liebe gemacht!“- das Haut selbst eine Großgusche wie mich um.

Krönchen gleich viele damit ich wählen kann, welche ich als Königin der Herzen tragen möchte.

Nicht zu vergessen wie sehr wir lachen wie echt…………… wie laut- und es darf so sein.
Ihr habt ein solches Vertrauen in mich und das Göttliche das wir alle gemeinsam sehr heilige Momente erleben. 

Beratungen in Thüringen haben vom ersten Moment ein so gewaltiges Themenfeld das ich selbst dachte …..für wenige Tage einfach zu mächtig……- ich darf immer und immer wieder eines bessern belehrt werden.
Diese Momente haben Demuth und Ehrfurcht.
Und nun an diesem Platz die schwarzen Friesen- unglaublich.
30 Jahre trage ich sie als Bild herum- Pferd ist sowieso eine direkte Verbindung zu meiner Seele- und diese drei wussten dies- sofort und ich merkte wie sie mich aufforderten wieder anzukommen im Leben.
Und das ich auch noch reiten durfte auf privaten Pferde; ein tiefenentspannter Besitzer, ein goldener Wald und Sonne, Sonne, Sonne—goldene Welt- stiller Wald nur- Sekundenglück.
Der Muskelkater hat es aber auch in sich………………….. lach.
Wir sehen uns bald wieder.
Danke ist nicht das was ich meine………….. ich meine viel mehr ich liebe jeden von euch
In Liebe Claudia und ja ich bin eine waschechte Thüringerin!
So wie Grönemayer auch singt---------------------------- ich bin eine deiner Farben, dein 7. Sinn
Fühlt euch im Herz berührt so wie jeder von euch mich berührt- so wie ich berührt bin
Claudia 

     One Billion Rising - 

  Eine Billion stehen auf

Viele Jahre war ich selbst gefangen in einer Spirale aus maximaler Gewalt. Die soweit ging das ich Waffen nicht nur aus Filmen kenne, sondern an meinem Kopf.

 Das ich ganze Zimmer im Flug durchquerte und das nicht weil ich ein Engel bin und Flügel habe, sondern weil ich schlicht durch den Raum getreten, geschlagen, an den Haaren durch gezerrt wurde.
 Ich wurde geschlagen als ich schwanger war und ich wurde zusammengetreten und mein Kopf auf der Haube eines Autos geschlagen, als ich fliehen wollte.
 Ich floh- viel später und ganz Film reif- ins Frauenhaus- und doch........................ zog ich das absolut gleiche in anderen Personen wieder an Und ich fühlte mich beständig so als hätte ich genau das verdient. 
 Wie fast alle Geschichten die ich höre waren meine Jahrzehntelang auch so................ ich bin gefallen, gestürzt, habe mich gestoßen........... selbst als Nachbarn die Polizei holten blieb ich dabei "keine Anzeige", ich MUSS schuld sein"
 Mein Körper war oft ein Haufen geprellter blauer und blutiger Zeichen.......... die heilten.......... meine Seele brauchte Jahre................ und hat immer noch tiefe Narben.
 Bis ich langsam aber dennoch tiefgreifend lernte das ich zum einen tief in mir diesen Selbsthass trug zum anderen das NIEMAND mich je wieder angreifen wird- außer ich erlaube es und dann ist es berühren in Liebe!
 Vom Tag ihrer Geburt an vermittel ich meiner Tochter das wertvolle weibliche- wir sind seit Jahren aktiv bei " one Billion rising" aktiv und tragen das rote Armband- ich unterstütze sowohl das unsere Tochter einerseits im Kikboxen aktiv ist und sich verteidigen könnte, als auch in ihrem tiefsten Inneren auszustrahlen das NIEMAND das Recht hat uns Frauen in welcher Form auch immer zu "benutzen"
 Seit diesem Erkennen bin ich hier! Und dabei bei.............. eine Billionen stehen auf! Spreng die Ketten! 2017 haben 125 Länder teilgenommen.
 Von diesem Angebot machen Sie Gebrauch wann immer und wo auch immer gerade DU dich gefangen fühlst! 


 STEH AUF
 SAG NIE ES GEHT NICHT
 ICH BIN HIER
 ALSO GEHT ES AUCH FÜR DICH! 

Das Märchen von der Traurigkeit 

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich?, ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
 "Ach! Die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen. "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast Du mich ein Stück des Weges begleitet."
 "Ja aber …." Argwöhnte die Traurigkeit, "Warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?" "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?" "Ich …. ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.
Die kleine Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
 "Ach weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen "Papperlapapp, das Leben ist heiter" und ihr falsches Lachen führt zu Magen-Darm-Krämpfen und Atemnot. Sie sagen "Gelobt sei was hart macht" und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen "Man muss sich zusammenreißen" und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen "nur Schwächliche weinen" und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.
 "Oh, ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen, ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflege. Wer traurig ist, hat eine sehr dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."
 Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in die Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll. "Ruh dich aus, damit du wieder kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. "Aber …. aber - wer bist eigentlich du?" "Ich?" sagte die kleine alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen:
 "Ich bin die Hoffnung."
 (Inge Wuthke) 

Healing Touch

 Es sagt die alte Heilerin zur Seele:
 Nicht dein Rücken tut weh, sondern die Last.
 Nicht deine Augen schmerzen, sondern die Ungerechtigkeit.
 Nicht dein Kopf schmerzt, sondern deine Gedanken. 
 Nicht die Kehle, sondern das, was du nicht ausdrückst oder mit Wut sagst.
 Nicht der Magen tut weh, sondern was die Seele nicht verdaut.
 Nicht die Leber schmerzt, sondern die Wut.
 Nicht dein Herz tut weh, sondern die Liebe.
 Und es ist die Liebe selbst, welche die mächtigste Medizin beinhaltet.
 (Ada Luz Marquez) .

Desiditerata

Geh deinen Weg ohne Eile und Hast
und suche den Frieden in dir selbst zu finden.
Wenn es dir möglich ist, versuche den anderen zu verstehen. Sag ihm die Wahrheit, ruhig und besonnen. Höre ihm zu, auch wenn er gleichgültig und unwissend ist, denn auch er hat seine Sorgen. Egal ob er noch jung und aggressiv, oder ob er schon alt und müde ist.
Wenn du Dich mit all den anderen vergleichst, wirst du feststellen, du lebst unter Menschen die entweder größer oder kleiner, besser oder schlechter sind als du selbst.
Sei stolz auf deinen Erfolg und denke auch an deine Karriere. Aber bleibe bescheiden, denn das Schicksal kann sich jederzeit wenden. Sei vorsichtig in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List und Tücke. Aber lass dich trotz allem nicht von deinem Weg ablenken.
Viele Leute reden von hohen Idealen und überall wird Heldenmut angepriesen. Bleibe du selber und heuchle nicht Mitgefühl. Steh der Liebe nicht zynisch gegenüber, denn sie ist das Einzige, was wahr und unvergänglich ist.

Sei dankbar über jedes Jahr das du erleben darfst, auch wenn mit jedem Tag ein Stück deiner Jugend entschwindet. 
Bereite dich auf den Augenblick vor, an dem etwas Unvorhergesehenes in dein Leben tritt, aber zerstöre dich selbst nicht aus Angst vor der Einsamkeit. Sei immer so, dass du vor dir selbst bestehen kannst.
Du hast ein Recht auf der Welt zu sein, genau wie die Blume die blüht und wie ein Stern in der Nacht. Doch auf dieser Welt lebst du nicht allein, hast du schon irgendwann einmal darüber nachgedacht?
Darum schließe Frieden mit Gott, wo immer er er dir auch begegnet. Ganz gleich, was das Leben dir auch an Schwierigkeiten auferlegt. Lass nicht durch Lug und Trug deine Ideale zerbrechen. Die Welt ist immer noch schön. Versuche, auf ihr zu leben und glücklich zu werden. 
Diese Zeilen stammen aus der Feder des Amerikaners Max Ehrmann (1872-1945)